DIY Pfotenbalsam für Hunde: Natürlicher Schutz im Winter

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DIY Pfotenbalsam für Hunde

Ein selbstgemachter Pfotenbalsam aus natürlichen Zutaten kann die Pfoten deines Hundes vor den Strapazen des Winters schützen. Kälte, Schnee und vor allem Streusalz setzen den empfindlichen Ballen oft zu. Sie trocknen dann aus, es können Risse entstehen und Bakterien eindringen. Kleine Schneeklumpen zwischen den Zehen und scharfkantiger Splitt reizen die Haut noch zusätzlich. Ein pflegender Pfotenbalsam hilft, die Ballen geschmeidig und widerstandsfähig zu halten.

Im Folgenden zeige ich dir ein erprobtes DIY-Rezept mit natürlichen Zutaten wie Sheabutter, Kokosöl, Bienenwachs und Ringelblumenöl. Außerdem bekommst du Tipps zur Anwendung und Lagerung und auch einige empfehlenswerte Pfotenpflege-Produkte als Alternative kannst du hier kennenlernen.

Warum Pfotenpflege im Winter wichtig ist

Im Winter benötigen Hundepfoten besondere Aufmerksamkeit. Nässe und Minusgrade entziehen der Ballenhaut Feuchtigkeit, Streusalz verursacht trockene, rissige Pfoten und kann in kleinen Wunden brennen. Werden die Pfoten nicht geschützt, können schmerzhafte Risse, Entzündungen oder sogar kleine Verletzungen entstehen. Indem du die Ballen vor dem Gassigehen mit einem Schutzfilm versiehst und nach dem Spaziergang pflegst, beugst du solchen Problemen vor. Ein Pfotenbalsam bildet eine gute Barriere gegen Kälte und Salz und spendet Pflege, sodass die Haut an den Ballen geschmeidig bleibt.

Auch im Sommer bei heißem Asphalt oder rauem Untergrund sind gepflegte Pfoten weniger anfällig für Verletzungen. Wichtig: Verwende keine menschlichen Handcremes oder Bodylotion an Hundepfoten. Solche Produkte können mehr schaden als nützen und gehören nicht an deinen Hund. Ein spezieller, hundegerechter Pfotenbalsam, idealerweise aus rein natürlichen Inhaltsstoffen, ist die bessere Wahl, um spröde Ballen zu schützen und zu regenerieren.

DIY-Pfotenbalsam selber machen: Natürliches Rezept

Zutaten (für ca. 100 ml Balsam):

Tipp: Verwende nach Möglichkeit alle Zutaten in Bio-Qualität.

Zubereitungsschritte:

  1. Schmelzen im Wasserbad: Gib alle Zutaten bis auf das Vitamin-E-Öl in eine hitzefeste Schüssel und stelle sie in ein heißes Wasserbad. Erhitze die Mischung ganz langsam unter ständigem Rühren, bis alles vollständig geschmolzen und gleichmäßig vermengt ist. (Wichtig: Nicht kochen, damit die wertvollen Inhaltsstoffe erhalten bleiben.)

  2. Konsistenz prüfen: Nimm einen Teelöffel der flüssigen Masse und gib ein paar Tropfen auf einen kalten Teller. Lasse sie kurz abkühlen. Ist der Balsam zu fest, also lässt sich schwer verreiben, gib noch etwas Öl hinzu. Ist er zu flüssig/weich, rühre noch ein paar Gramm Bienenwachs hinein, das macht ihn fester.

  3. Vitamin E zugeben: Wenn die Konsistenz stimmt, nimm die Mischung vom Herd und lasse sie abkühlen, bis sie nur noch handwarm, aber noch flüssig ist. Jetzt 2–3 Tropfen Vitamin-E-Öl gleichmäßig unterrühren.
    Vitamin E wirkt als natürliches Antioxidans und verlängert die Haltbarkeit, indem es das Ranzigwerden der Fette verzögert. Wenn du den Balsam zügig aufbrauchst, kannst du auch darauf verzichten.

  4. Abfüllen und Abkühlen: Fülle den flüssigen Balsam vorsichtig in saubere, trockene Döschen oder Schraubgläser.
    Wichtig: Lass den Balsam bei offenem Deckel vollständig abkühlen und fest werden, erst danach verschließen.
    Bewahre den Pfotenbalsam anschließend kühl, trocken und lichtgeschützt auf.

Wenn du den Balsam hygienisch herstellst und lagerst, also saubere Gefäße verwendest und darauf achtest, dass keine Wassertropfen in das Produkt kommen und bei der Entnahme immer saubere Finger oder einen Spatel benutzt, ist der selbstgemachte Pfotenbalsam bis zu einem Jahr haltbar. Mache am besten ein Etikett mit dem Herstellungsdatum darauf, damit du den Überblick behältst.

Alle Zutaten für den DIY-Pfotenbalsam sind für Hunde unbedenklich.

Hochwertige Zutaten für den Pfotenbalsam (und wo du sie bekommst)

Für einen wirksamen und sicheren DIY-Pfotenbalsam kommt es auf die Qualität der Zutaten an. Ich stelle dir hier einige natürliche Inhaltsstoffe vor, die sich bewährt haben, inklusive kurzer Beschreibung und Bezugsquelle. (Mit diesen kannst du nicht nur Pfotenbalsam, sondern auch andere Pflegeprodukte selber machen.)

  • Sheabutter* (Bio, unraffiniert): Gewonnen aus den Nüssen des afrikanischen Karitébaums. Sheabutter wirkt stark rückfettend und beruhigend, unterstützt die Selbstheilung der Haut und macht spröde Ballen wieder weich. Hochwertige unraffinierte Sheabutter enthält von Natur aus Vitamin A und E, welche die Hautgesundheit fördern. Sie zieht gut ein, ohne einen schmierigen Film zu hinterlassen.
    Bezugs-Tipp: Unraffinierte Bio-Sheabutter gibt es im kosmetischen Fachhandel oder online, z.B. Bio-Sheabutter (Amazon)*.

  • Bienenwachs (gelbe Pastillen)*: Reines Bienenwachs bildet auf der Haut einen schützenden Film vor Kälte, Nässe, Streusalz und sogar heißem Untergrund. Im Pfotenbalsam sorgt es außerdem für die richtige Konsistenz, damit der Balsam fest genug ist und gut auf den Ballen haftet.
    Achte auf naturreines, unbehandeltes Bienenwachs in Lebensmittel- oder Kosmetikqualität. Es hat einen leicht honigartigen Duft, den viele Hunde sehr gut tolerieren.
    Bezugs-Tipp: Praktisch in Pastillenform erhältlich, z.B. Bienenwachs Pastillen (Amazon)*.

  • Kokosöl*: Das kaltgepresste Kokosöl ist bei Raumtemperatur fest und schmilzt auf der Haut. Es zieht sehr schnell und tief in die Haut ein und pflegt so bis in die unteren Hautschichten. Kokosöl wirkt leicht antibakteriell (dank Laurinsäure) und kann somit kleine Entzündungen hemmen. Es hält die Ballenhaut elastisch und duftet angenehm dezent.
    Bezugs-Tipp: Natives Bio-Kokosöl findest du in vielen Supermärkten oder online, z.B. Bio-Kokosöl nativ (Amazon)*.

  • Ringelblumenöl (Calendulaöl)*: Das Öl der Ringelblume ist ein wahrer Wundheiler aus der Natur. Es wirkt entzündungshemmend und fördert die Heilung von kleinen Wunden oder rissigen Hautstellen. Gleichzeitig hält es die Haut geschmeidig und beruhigt Irritationen. Im Pfotenbalsam unterstützt es die Regeneration beanspruchter Pfötchen ganz hervorragend.
    Bezugs-Tipp: Hochwertiges Calendulaöl gibt es in Apotheken oder online, z.B. Bio-Ringelblumenöl, 100 ml (Amazon)*.

  • Vitamin-E-Öl* (natürliches Tocopherol): Vitamin E ist ein natürliches Antioxidans und in vielen Pflanzenölen enthalten. Zusätzlich zu seinen hautpflegenden Eigenschaften (fördert die Zellerneuerung) dient es vor allem der Konservierung des Pfotenbalsams. Ein paar Tropfen reines Vitamin-E-Öl im Rezept verlängern die Haltbarkeit, indem sie das Ranzigwerden der Fette verlangsamen.
    Bezugs-Tipp: Reines natürliches Vitamin E kann man online beziehen, z.B. Vitamin-E-Öl, 60 ml (Amazon)*.

Anwendung des Pfotenbalsams: Tipps & Tricks

Ein selbstgemachter Pfotenbalsam ist nur so gut wie seine richtige Anwendung. Hier einige Tipps, damit die Pfotenpflege optimal wirkt:

  • Vorbeugend vor dem Gassigang: Trage vor dem Spaziergang bei Bedarf eine dünne Schicht Balsam auf die Ballen auf. Massiere ihn sanft ein, besonders zwischen den Zehen und auf den Ballenflächen. Das Bienenwachs bildet einen schützenden Film, der Schnee und Salz abhält, während die Öle die Haut geschmeidig machen. Viele Hundebesitzer machen dies insbesondere bei Schnee oder Streusalz auf den Wegen. (Achtung: Auf keinen Fall zu dick auftragen, damit der Hund auf glatten Böden nicht rutscht, gerade Fliesen können hier gefährlich werden.)

  • Pflege nach dem Spaziergang: Kontrolliere die Pfoten deines Hundes nach jedem Winterspaziergang. Entferne Eisklumpen und wasche die Pfoten mit lauwarmem Wasser ab, um Salz, Dreck und Splitt abzuspülen. Trockne sie gut ab und pflege die Ballen – bei Rötungen oder kleinen Rissen – einmal täglich mit dem Balsam. Massiere eine kleine Menge in jede Pfote ein und lass sie kurz einziehen. Das beruhigt gereizte Hautstellen und fördert die Heilung. Wichtig: Auf offene, blutige Wunden solltest du den Balsam aber nicht auftragen, bei ernsthaften Verletzungen bitte den Tierarzt konsultieren.

  • Geduld bei schleckfreudigen Hunden: Die verwendeten Zutaten sind alle ungiftig für Hund. Trotzdem solltest du versuchen, deinen Hund ein paar Minuten vom Ablecken abzuhalten, damit der Balsam einwirken kann. Beschäftige ihn in der Zeit am besten mit einer Schleckmatte oder einem Spielzeug. Manche Halter ziehen dem Hund auch für kurze Zeit dünne Socken über, bis der Balsam etwas eingezogen ist. Nicht verzweifeln: Die meisten Hunde gewöhnen sich schnell an die Pfotenpflege, vor allem, wenn du sie mit Lob und Leckerli positiv verknüpfst.

  • Lagerung des Balsams: Bewahre den selbstgemachten Balsam kühl, trocken und dunkel auf, zum Beispiel im Küchenschrank. Vermeide direkte Sonneneinstrahlung oder Heizungsnähe, damit die Öle nicht ranzig werden. Bei sauberer Entnahme und richtiger Lagerung hält sich der Balsam bis zu 12 Monate. Wenn er unangenehm riecht oder sich die Konsistenz stark verändert, setze lieber einen frischen Balsam an.

Fertige Pfotenpflegeprodukte als Alternative

Nicht jeder hat die Zeit oder Lust zum Selberrühren. Zum Glück gibt es einige fertige Produkte auf dem Markt, die mit natürlichen Inhaltsstoffen und guten Bewertungen punkten. Hier sind drei empfehlenswerte Produkte als Alternative zum DIY-Balsam:

  • Annimally Pfotenbalsam (50 g): Ein in Deutschland hergestellter Pfotenbalsam mit minimalistischer Rezeptur. Enthält nur Sheabutter, Ringelblumenöl und Bienenwachs, mehr braucht es nicht für zarte Pfoten. Diese 100 % natürlichen Inhaltsstoffe pflegen strapazierte Hundepfoten intensiv und halten sie geschmeidig. Der Balsam wurde in Zusammenarbeit mit Tierärzten entwickelt und kommt ohne unnötige Zusätze aus. Kunden loben die gute Wirksamkeit und die weiche Konsistenz, die sich leicht auftragen lässt.
    Produktlink: Annimally Hunde-Pfotenbalsam, 50 g (Amazon)*

  • Belly Pfotenbalsam® (50 ml)*: Belly steht für Nachhaltigkeit: Verwendung von Naturprodukten und recycelten Verpackungen.  Die Anwendung ist einfach: Man trägt eine dünne Schicht auf die Pfoten auf. Die Kunden loben vor allem, dass der Balsam sehr schnell einzieht und schwärmen von der tollen Wirkung.
    Produktlink: Belly Pfotenbalsam, 50 ml, (Amazon)*

  • GLÜCKSPFOTE® Pfotenbalsam-Stick*: Ein praktischer Pfotenschutz-Stift, mit dem du den Balsam direkt auf die Pfote „malen“ kannst – kleckerfrei und ideal für unterwegs. Der Stick setzt auf 100 % natürliche Inhaltsstoffe und pflegt mit hochwertigem Bienenwachs sowie pflanzlichen Ölen, ganz ohne Chemie. In einem unabhängigen Vergleich wurde dieses Produkt sogar als Testsieger ausgezeichnet, was für seine Wirksamkeit spricht. Der GLÜCKSPFOTE-Balsam schützt vor trockenen, rissigen Pfoten und eignet sich ideal als Pfotenschutz im Winter. Viele Nutzer berichten, dass ihre Hunde die Behandlung mit dem Stick gut akzeptieren. Produktlink: GLÜCKSPFOTE Pfotenbalsam Stick, 100 ml (Amazon)*

Abschließend gilt: Gesunde Pfoten = glücklicher Hund. 💚 Ob du den Balsam nun selber rührst oder zu einer fertigen Pfotensalbe greifst, achte auf natürliche, hundefreundliche Inhaltsstoffe und regelmäßige Pflege, vor allem in der kalten Jahreszeit. Dein Vierbeiner wird es dir danken, wenn er dank gepflegter Pfötchen munter durch Schnee und Eis tollen kann! Viel Spaß beim Ausprobieren und einen wohltuenden Winter für dich und deinen Hund.

Quellen: Die Angaben in diesem Artikel wurden recherchiert und beruhen auf Expertenempfehlungen und Erfahrungen aus der Praxis. Alle verlinkten Produkte sind exemplarische Empfehlungen mit guter Zusammensetzung und positiven Bewertungen.

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